Kongressprogramm

GEMEINSAM
Bildungslandschaften gestalten – Partner vernetzen – Inklusion leben

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Kongress „GEMEINSAM Bildungslandschaften gestalten – Partner vernetzen - Inklusion leben“.

Der gesellschaftliche Wandel stellt neue Anforderungen an das Wissen und die Kompetenzen der Menschen, denen sich alle Bildungsakteure mit ihrem Bildungsauftrag stellen müssen. Keine Bildungsinstitution kann diese Herausforderungen allein bewältigen. Entscheidend ist eine institutionsübergreifende Kooperation, die Zusammenarbeit in Netzwerken, wie z. B. in Kooperationsverbünden, damit Bildungsangebote entlang der Bildungsbiografie eines Menschen ineinandergreifen und aufeinander aufbauen sowie Chancen für erfolgreiches Lernen eröffnen.

Damit die Kooperation gelingt, wird ein professionelles Kooperationsmanagement benötigt. Die Moderatorinnen und Moderatoren der Kooperationsverbünde sowie die Koordinatorinnen und Koordinatoren für Inklusion an den Standorten des Landesamtes für Schule und Bildung in Sachsen können im Rahmen des Kongresses ihre Erfahrungen beim Aufbau der Kooperationsverbünde mit den Kongressteilnehmenden teilen und Schlussfolgerungen für den Ausbau der regionalen Netzwerkarbeit und den Ausbau einer wertschätzenden Kooperation ziehen.

 

Das Programm wird von ca. 50 Referentinnen und Referenten mit insgesamt 60 Präsentationen und Workshops gestaltet.

Änderungen vorbehalten

Donnerstag, 9. März 2023

Gelingende Schulentwicklung und Netzwerkarbeit voranbringen

  • ab 13:00 Uhr | Check In & Markt der Möglichkeiten und Ideen
  • 15:00 - 16:00 Uhr | Eröffnung

    Sächsischer Ministerpräsident: Michael Kretschmer

    Vertreter (Präsident) SLKT oder SSG: N.N.

    Oberbürgermeister Stadt Görlitz: Octavian Ursu

    Rektor Hochschule Zittau/Görlitz:

    Prof. Dr. Alexander Kratzsch

  • 16:00 - 16:45 Uhr | Hauptvortrag | Professor Dr. Stephan Gerhard Huber

    Professor Dr. Stephan Gerhard Huber

    Herr Huber leitet das Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie (IBB) und den Leistungsbereich Forschung & Entwicklung der Pädagogischen Hochschule Zug und ist Mitglied der erweiterten Hochschulleitung. Zudem ist er Inhaber des Exzellenz-Lehrstuhls Leadership, Quality Management and Innovation, Abteilung Empirische Bildungsforschung, der Linz School of Education der Johannes Kepler Universität Linz und darüber hinaus Dozent an mehreren weiteren Hochschulen.

    Stephan Huber gehört diversen Beiräten an, u.a. ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesamtes für Auswärtige Angelegenheiten – Zentralstelle für das Auslandsschulwesen ZfA und ist Experte von Innosuisse, der Bundesagentur für Innovation in der Schweiz.

    Er hat das Lernsystem DigiLead für die Klett-Gruppe entwickelt, fungiert als wissenschaftlicher Berater für die Umsetzung der Digitalen Fortbildungsoffensive (DFO) für Schulleitungen in Nordrhein-Westfalen und organisiert das Bildungs- und Schulleitungssymposium / World Education Leadership Symposium WELS. Von ihm wurde das Schul-Barometer lanciert, das in regelmäßigen Abständen die aktuelle Situation der Schulen im Rahmen eines Stimmungsbilds in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfasst und damit einen Beitrag zum Erfahrungs- und Know-how-Austausch leistet.

  • 16:45 - 17:15 Uhr | Kommunikationspause
  • 17:15 - 18:00 Uhr | Hauptvortrag | Dorothea Minderop

    Netzwerken ist wie Bergsteigen – nur gemeinsam erreicht man den Gipfel

    Schule allein kann den Anspruch der Inklusion nicht erfüllen. Sie braucht neben den eigenen Kompetenzen die Nachbarschaft, die Zivilgesellschaft, die Kommune und nicht zuletzt das Land, in dessen Verantwortung sie handelt. Wenn wir wissen, was wir wollen, wenn wir wissen, was wir können, wenn alle Beteiligten an Bord sind, wenn klar ist, wer worüber entscheidet, wenn auch klar ist, wer dazu gefragt werden soll, wenn wir haben, was gebraucht wird, dann kann das Werk gelingen. So wächst eine Bildungslandschaft, deren Grundlage die wertgeschätzte Teilhabe aller Menschen an Bildung ist.

    Dorothea Minderop

    Frau Minderop war 20 Jahre als Lehrerin an einer Berufsbildenden Schule in Nordrhein-Westfalen tätig. Darüber hinaus wirkte Sie als Trainerin in der Lehrerfortbildung, als Fachseminarleiterin in der Lehrerausbildung und war Projektmanagerin des Carl-Bertelsmann-Preises »Berufliche Bildung der Zukunft« der Bertelsmann Stiftung.

    Bis 2012 war Frau Minderop als Referentin für Schul- und Qualitätsentwicklung und die Entwicklung von regionalen Bildungslandschaften/Bildungsregionen im Niedersächsischen Kultusministerium tätig. Hierzu gibt es zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderem "Kommunen auf dem Weg zur Bildungslandschaft", welches 2014 im Verlag Bertelsmann Stiftung erschienen ist.

    2016 veröffentlichte Frau Minderop eine „Gebrauchsanleitung für Schulen und ihre Partner“ unter dem Namen „BildungsNetzWerken“ im Carl Link Verlag.

  • 18:00 - 18:45 Uhr |Diskussionsrunde mit den Hauptvortragenden

    Die beiden Keynotes werden in einer gemeinsamen Gesprächsrunde zusammengeführt, so dass die Zuhörenden die Möglichkeit haben, an Frau Dorothea Minderop und Herrn Professor Dr. Stephan Gerhard Huber Rückfragen zustellen.

    Dorothea Minderop

    Frau Minderop war 20 Jahre als Lehrerin an einer Berufsbildenden Schule in Nordrhein-Westfalen tätig. Darüber hinaus wirkte Sie als Trainerin in der Lehrerfortbildung, als Fachseminarleiterin in der Lehrerausbildung und war Projektmanagerin des Carl-Bertelsmann-Preises »Berufliche Bildung der Zukunft« der Bertelsmann Stiftung.
    Bis 2012 war Frau Minderop als Referentin für Schul- und Qualitätsentwicklung und die Entwicklung von regionalen Bildungslandschaften/Bildungsregionen im Niedersächsischen Kultusministeriums tätig. Hierzu gibt es zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderem "Kommunen auf dem Weg zur Bildungslandschaft", welches 2014 im Verlag Bertelsmann Stiftung erschienen ist.
    2016 veröffentlichte Frau Minderop eine „Gebrauchsanleitung für Schulen und ihre Partner“ unter dem Namen „BildungsNetzWerken“ im Carl Link Verlag.

    Professor Dr. Stephan Gerhard Huber

    Herr Huber leitet das Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie (IBB) und den Leistungsbereich Forschung & Entwicklung der Pädagogischen Hochschule Zug und ist Mitglied der erweiterten Hochschulleitung. Zudem ist er Inhaber des Exzellenz-Lehrstuhls Leadership, Quality Management and Innovation, Abteilung Empirische Bildungsforschung, der Linz School of Education der Johannes Kepler Universität Linz und darüber hinaus Dozent an mehreren weiteren Hochschulen.

    Stephan Huber gehört diversen Beiräten an, u.a. ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesamtes für Auswärtige Angelegenheiten – Zentralstelle für das Auslandsschulwesen ZfA und ist Experte von Innosuisse, der Bundesagentur für Innovation in der Schweiz.

    Er hat das Lernsystem DigiLead für die Klett-Gruppe entwickelt, fungiert als wissenschaftlicher Berater für die Umsetzung der Digitalen Fortbildungsoffensive (DFO) für Schulleitungen in Nordrhein-Westfalen und organisiert das Bildungs- und Schulleitungssymposium / World Education Leadership Symposium WELS. Von ihm wurde das Schul-Barometer lanciert, das in regelmäßigen Abständen die aktuelle Situation der Schulen im Rahmen eines Stimmungsbilds in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfasst und damit einen Beitrag zum Erfahrungs- und Know-how-Austausch leistet.

  • anschließend: Get-together

Freitag, 10. März 2023

Bildungsprozesse erfolgreich gestalten

  • ab 07:30 Uhr | Check In & Markt der Möglichkeiten und Ideen
  • 09:00 - 10:00 Uhr | Hauptvortrag A | Professor Dr. Stephan Gerhard Huber

    Corona und die Auswirkungen auf das Lehren und Lernen mit Schülerinnen und Schülern

    Professor Dr. Stephan Gerhard Huber

    Herr Huber leitet das Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie IBB und den Leistungsbereich Forschung & Entwicklung der Pädagogischen Hochschule Zug. Er ist zudem Mitglied der erweiterten Hochschulleitung. Weiterhin ist er  Inhaber des Exzellenz-Lehrstuhls Leadership, Quality Management and Innovation, Abteilung Empirische Bildungsforschung, der Linz School of Education der Johannes Kepler Universität Linz und darüber hinaus Dozent an mehreren weiteren Hochschulen.

    Stephan Huber gehört diversen Beiräten an, u.a. ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesamtes für Auswärtige Angelegenheiten – Zentralstelle für das Auslandsschulwesen ZfA. Er ist Experte von Innosuisse, der Bundesagentur für Innovation in der Schweiz. Er hat das Lernsystem DigiLead für die Klett-Gruppe entwickelt und berät wissenschaftlich die Umsetzung der Digitalen Fortbildungsoffensive (DFO) für Schulleitungen in Nordrhein-Westfalen. Er organisiert das Bildungs- und Schulleitungssymposium / World Education Leadership Symposium WELS  und hat das Schul-Barometer lanciert, das in regelmäßigen Abständen die aktuelle Situation der Schulen im Rahmen eines Stimmungsbilds in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfasst und damit einen Beitrag zum Erfahrungs- und Know-how-Austausch leistet.

  • 09:00 - 10:00 Uhr | Hauptvortrag B | Dr. Ernst Fritz-Schubert

    Lernziel Wohlbefinden - Operationalisierung und Realisierung gesundheits- und bildungsrelevanter Zielkategorien am Beispiel des "Schulfaches Glück"

    Im Jahr 2007 entwickelte Dr. Fritz-Schubert ein innovatives Bildungsangebot, das „Schulfach Glück“, dessen Zielsetzung darin besteht, die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu fördern und sie zur Übernahme von selbstbestimmter Verantwortung zu befähigen. Der Vortrag gliedert sich in drei Teile: Auf den theoretischen Grundlagen von Teil A erfolgt in Teil B die Grundlegung eines vom Autor entwickelten Bedürfnis-Kompetenz-Ressourcen Modells. In Teil C wird dann die Umsetzung des Lernziels Wohlbefinden durch Ausgestaltung des Schulfachs Glück konkretisiert.

    Dr. phil. Ernst Fritz-Schubert

    Herr Fritz-Schubert studierte zunächst Volkswirtschaftslehre sowie Jura an der Universität Heidelberg und trat dann in den Schuldienst ein. An der Universität Kassel promovierte er zum Thema „Lernziel Wohlbefinden“.

    Von 2000 bis 2011 leitete er als Oberstudiendirektor und Schulleiter die Heidelberger Willy-Hellpach-Schule und führte dort mit seinem Expertenteam in 2007 erstmals in Deutschland das Schulfach Glück ein, das heute in vielen Schulen auf dem Stundenplan steht.

    Herr Fritz-Schubert ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zum Thema Glück und Wohlbefinden, ist im Bereich der Pädagogischen Psychologie tätig und leitet das nach ihm benannte Fritz-Schubert-Institut, das Methoden zur Persönlichkeitsstärkung erforscht und entwickelt.

  • 09.00 - 10.00 Uhr | Hauptvortrag C | Professorin Dr. Silvia-Iris Beutel

    Schulen gestalten Qualität - Entwicklungsarbeit in Netzwerken

    Der Vortrag geht auf zentrale Entwicklungsfelder der Schule ein, fragt nach Ressourceneinsatz und Veränderungspotenzial in Blick auf Netzwerke, ihre inhaltliche Ausrichtung, ihre Arbeitsweisen und Produkte. Es geht darum aufzuzeigen, welche Anerkennungs-und Reflexionssysteme aktiviert werden müssen, um Nachhaltigkeit in Schulentwicklung zu sichern. Als Beispiele dienen aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit einem Netzwerkansatz, die sich mit Schulqualität und Management beschäftigen.

    Professorin Dr. Silvia-Iris Beutel

    Frau Beutel ist Professorin für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik an der Technischen Universität Dortmund. Seit 2006 ist sie Mitglied der Auswahljury des Deutschen Schulpreises.

    Sie arbeitet mit Einzelschulen und Netzwerken sowie weiteren Bildungspartnern. Zu ihren Forschungsgebieten zählen neben Alternativer Leistungsbeurteilung und Schulentwicklung die Netzwerkarbeit, Ganztagsschulen, Digitale Lernorganisation, Demokratiebildung und Peer-Education.

  • 09:00 - 10:00 Uhr | Hauptvortrag D | Dr. Sina Schürer

    Der Übergang von der inklusiven Grundschule zur weiterführenden Schule bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf

    Am Ende einer inklusiven Grundschulzeit beraten Lehrkräfte die Eltern von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf zur Wahl der weiterführenden Schule. Da die Schulformwahl konsequenzenreich ist und Eltern sich dabei an der Empfehlung der Lehrkräfte orientieren, sollten letztere eine möglichst qualitätsvolle Diagnostik im Vorfeld der Empfehlung anstreben. Der Vortrag fokussiert auf verschiedene Qualitätsmerkmale des diagnostischen Prozesses. Beispielhaft werden Befunde aus einem aktuellen Forschungsprojekt mit einbezogen.

    Dr. Sina Schürer

    Frau Schürer hat neben dem Lehramtsstudium für die Primarstufe das Studium für Psychologie (Diplom) abgeschlossen. Sie hat mehrere Jahre als Grundschullehrerin in einer jahrgangsübergreifenden Schule und als stellvertretende Schulleiterin in einem Schulverbund gearbeitet, sodass sie über mehrjährige Schulpraxis verfügt. Seit 2015 lehrt und forscht sie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sie ist dort als Akademische Rätin im Institut für Erziehungswissenschaft tätig.

    Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Gestaltung (inklusions-) förderlicher Lernsettings sowie der Übergang von der Grund- in die weiterführende Schule unter verschiedensten Perspektiven.

  • 10:00 - 10:30 Uhr | Kommunikationspause
  • 10:30 - 12:00 Uhr | Fachforum A | Bildungsnetzwerke und Kooperationsverbünde

    Bildungsnetzwerke und Kooperationsverbünde

    Die systematische Vernetzung von Schulen und ihren außerschulischen Partnern wird immer wichtiger. Die Bündelung aller Kräfte in zielführenden Verantwortungsgemeinschaften kann die Wirksamkeit der Bildungsakteure vor Ort stärken und eine effektive Förderung aller Schülerinnen und Schüler unterstützen.

    Im Forum wird anhand von Beispielen gelungener Netzwerkprojekte diskutiert, wie regionale Bildungslandschaften gestaltet werden können, damit sie zu einer erhöhten Bildungsgerechtigkeit beitragen und alle Bildungspartner nachhaltig stärken.

    Zudem wird der Frage nachgegangen, wie mit einer geeigneten Kommunikations- und Kooperationsstruktur ein verbindlicher Rahmen für die Arbeit der beteiligten Akteure vor Ort geschaffen werden kann.

    Dorothea Minderop

    Frau Minderop war 20 Jahre als Lehrerin an einer Berufsbildenden Schule in Nordrhein-Westfalen tätig. Darüber hinaus wirkte Sie als Trainerin in der Lehrerfortbildung, als Fachseminarleiterin in der Lehrerausbildung und war Projektmanagerin des Carl-Bertelsmann-Preises »Berufliche Bildung der Zukunft« der Bertelsmann Stiftung.
    Bis 2012 war Frau Minderop als Referentin für Schul- und Qualitätsentwicklung und die Entwicklung von regionalen Bildungslandschaften/Bildungsregionen im Niedersächsischen Kultusministeriums tätig. Hierzu gibt es zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderem "Kommunen auf dem Weg zur Bildungslandschaft", welches 2014 im Verlag Bertelsmann Stiftung erschienen ist.
    2016 veröffentlichte Frau Minderop eine „Gebrauchsanleitung für Schulen und ihre Partner“ unter dem Namen „BildungsNetzWerken“ im Carl Link Verlag.

    Andreas Karl Gschwind (M.A.)

    Herr Gschwind war von 2015 bis 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft (Abteilung Sozialpädagogik) an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.
    Zu seinen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten gehörten neben kommunalen/lokalen Bildungslandschaften die Netzwerkentwicklung und die Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule. Herr Gschwind wirkte unter anderem an den Forschungsprojekten zum "Auf- und Ausbau Lokaler Bildungsnetzwerke (LoBiN)" in Baden-Württemberg und zur "Sozialraumorientierten Schulsozialarbeit" an Grund- und Sekundarschulen in Baden-Württemberg mit.

    Seit 2020 leitet er die Regionalgeschäftsstelle Neckar-Alb im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg.

    Professorin Dr. Silvia-Iris Beutel

    Frau Beutel ist Professorin für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik an der Technischen Universität Dortmund. Seit 2006 ist sie Mitglied der Auswahljury des Deutschen Schulpreises.

    Sie arbeitet mit Einzelschulen und Netzwerken sowie weiteren Bildungspartnern. Zu ihren Forschungsgebieten zählen neben Alternativer Leistungsbeurteilung und Schulentwicklung die Netzwerkarbeit, Ganztagsschulen, Digitale Lernorganisation, Demokratiebildung und Peer-Education.

  • 10:30 - 12:00 Uhr | Fachforum B | Multiprofessionelles und institutionsübergeifendes Management

    Multiprofessionelles und institutionsübergeifendes Management

    Die zielgerichtete und rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit verschiedener Professionen und Berufsgruppen ist eine Voraussetzung um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erfolgreich an Bildung teilhaben zu lassen. Dabei stehen alle Fachkräfte vor der gemeinsamen Herausforderung mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Interessen und Begabungen umzugehen und gemeinsam pädagogische und erzieherische Ziele und Aufgaben zu verfolgen. Ein Perspektivwechsel von formalen Zuständigkeiten hin zu einer an der Zielgruppe der Schülerinnen und Schüler orientierten Verantwortungsgemeinschaft kann dabei hilfreich sein.

    Eine vertrauensvolle und auf Synergien bedachte gewinnbringende Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team ist eine Grundvoraussetzung für gelingende Kooperation und Netzwerkarbeit. Doch wie kann diese gelingen, um Kinder und Jugendliche individuell erfolgreich fördern und fordern zu können? Wie kann eine von Vertrauen und Wertschätzung geprägte Atmosphäre geschaffen werden, damit die bestmögliche Förderung aller Kinder und Jugendlichen möglich wird? Welche Voraussetzungen begünstigen eine effiziente Zusammenarbeit im Sinne einer Gemeinschaftsleistung?

     

    Professor Dr. Matthias Schmidt

    Herr Schmidt ist im Jahr 2013 zum Professor für Arbeits- & Organisationspsychologie berufen worden. Seit 2020 lehrt und forscht er im Rahmen der internationalisierung an der Odessа Polytechnic State University / Государственный университет «Одесская политехника». Seit 2019 ist er wissenschaftlicher Leiter des BASA-Netzwerkes.

    Herr Schmidt leitet verschiedene Projekte. Besonderen Wert legt er auf interdisziplinäre Zusammenarbeit, was u.a. in Kooperationsprojekten mit Ingenieur- und Technikwissenschaften (Elektrotechnik, Informatik, Medizintechnik) und der Medizin zum Ausdruck kommt.

    Dr. Stephan Kielblock

    Herr Kielblock ist ausgewiesener Experte für Ganztagsschulentwicklung. Er war lange Mitglied der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG), die er zuletzt koordinierte. Nach seiner Promotion an der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie der Macquarie Universität in Sydney wechselte Dr. Kielblock ans DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Frankfurt am Main, um dort in verschiedenen Studien mit Ganztagsbezug mitzuwirken.Zu den Forschungsschwerpunkten von Herrn Kielblock zählen die Qualität ganztägiger Bildungsangebote sowie die multiprofessionelle Kooperation von pädagogisch Tätigen.

    Tobias Habermann

    Herr Habermann ist Leiter des Amtes für Planung, Schule und Bildung des Landkreises Zwickau. In dieser Funktion ist er seit 2015 als Schulträger für ca. 20 Schulen zuständig und hat in dieser Funktion unter anderem als erste Gebietskörperschaft in Deutschland Mittel aus dem DigitalPakt des Bundes bewilligt bekommen. Zusätzlich betreut er in dieser Aufgabe die Sport- und Kulturförderung des Landkreises.

    Der zweite Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Entwicklung und Umsetzung einer integrierten Sozialplanung im Landkreis. Hierzu zählt die Jugendhilfeplanung; mit den Bestandteilen Jugendarbeit, Hilfen zur Erziehung sowie Kitabedarfsplanung; die Teilhabeplanung (Behindertenhilfeplanung); Seniorensozialplanung; Schulnetzplanung; Bildungsplanung; Psychiatrie- und Suchthilfeplanung. Ziel des integrieren Ansatzes ist es dabei die Bürgerinnen und Bürger in Ihrer Vielfalt in den Fokus zu stellen und die unterschiedlichen Pflichtaufgaben des Landkreises darauf abzustellen und integriert zu betrachten. Hierbei kommen ihm auch seine Erfahrungen im Bereich der integrierten sozialen Stadtentwicklung von 2003 -2010 zu gute. Zusätzlich gehört die Aufgabe der Fachberatung für Kitas sowie die Förderung der Kindertageseinrichtungen des Landkreises zu den vielfältigen Aufgaben des Amtes.

  • 10:30 - 12:00 Uhr | Fachforum C | Unterstützung des Lernens entlang der Bildungsbiographie

    Unterstützung des Lernens entlang der Bildungsbiographie

    Vielfältige Bildungsangebote, aufeinander abgestimmt und miteinander verbunden sind eine Möglichkeit, Kinder und Jugendliche individuell, kontinuierlich und erfolgreich zu begleiten und zu fördern.
    Im Fokus stehen dabei insbesondere die bildungsbiografischen Übergänge, etwa der Übergang von der Kita in die Grundschule. Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte handeln hinsichtlich einer erfolgreichen Übergangsgestaltung von der Kita in die Schule in gemeinsamer Verantwortung. Gleiches gilt für den Übergang von der Schule in den Beruf. Hier ist die Vielfalt der Akteure noch größer.

    Ein gelingendes Übergangsmanagement und ein Verständnis für die ineinandergreifenden Bildungsphasen sind hierbei entscheidend. Wirksame Förder-, Beratungs- und Unterstützungsangebote können nur in Kooperation aller am Bildungsverlauf beteiligten Akteure erfolgreich gestaltet werden. Den Schulleiterinnen und Schulleitern kommt in diesem Prozess eine besonders wichtige Rolle zu.
    Im Forum werden die Bedingungen für die Öffnung der Bildungsangebote diskutiert, sodass kontinuierliches Lernen im Lebenslauf strukturell unterstützt werden kann.

    Professor Dr. David Scheer

    Herr Scheer lehrt an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg als Professor für Pädagogik und Didaktik im sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen. Er hat an der Universität Koblenz-Landau Lehramt für Förderschulen studiert, an Studienseminar Kaiserslautern das zweite Staatsexamen absolviert und verfügt über mehrjährige Schulpraxis sowohl im inklusiven Unterricht als auch an Förderschulen. Nach der Promotion an der Universität Paderborn im Jahr 2019 wurde er 2020 als Juniorprofessor für Inklusive Bildung an die Pädagogische Hochschule Heidelberg berufen und 2021 als Professor an die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg.

    Herr Scheer wurde mit einer qualitativ-empirischen Studie zur Rolle der Schulleitung im Kontext inklusiver Schulentwicklung promoviert. Weitere Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind die Evaluation inklusionsorientierter Lehrkräftebildung, die Implementation sonderpädagogischer Unterstützung in inklusiven Schulen sowie evidenzbasierte Praxis in sonderpädagogischer Förderung und Lernverlaufsdiagnostik.

    Professorin Dr. Andrea G. Eckhardt

    Anja Unger

    Frau Unger ist seit sechs Jahren Schulleiterin des Beruflichen Schulzentrums für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden. Seit 25 Jahren ist sie im Sächsischen Schuldienst als Lehrerin, als Fachleiterin an unterschiedlichen Beruflichen Schulzentren und zwischenzeitlich als Referentin im Sächsischen Staatsministerium für Kultus tätig. Sie verfügt über eine langjährige Unterrichtspraxis in verschiedenen Schularten. Für ihr Engagement wurde sie mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet.

    Dem Thema Inklusion widmet sich die Schulgemeinschaft des BSZ intensiv. Dabei spielen Netzwerk- und Unterstützungsstrukturen für die inklusive Schulentwicklung eine wichtige Rolle. Frau Unger ist als Fortbildnerin für Nachwuchsführungskräfte tätig.

  • 10:30 - 12:00 Uhr | Fachforum D | Inklusion braucht Professionalisierung

    Inklusion braucht Professionalisierung

    Die Gestaltung und Umsetzung inklusiver Bildung im schulischen Kontext stellt alle Bildungsakteure vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Zum Schulalltag gehören nicht mehr nur Lehrkräfte und Schulleitungen mit und ohne sonderpädagogische Expertise, sondern auch Berufsgruppen aus dem außerschulischen Bereich, wobei viele Akteure sich nur unzureichend für inklusive Bildung qualifiziert fühlen.

    Welche Kompetenzen braucht es neben Wissen und Haltung, um mit Inklusion im schulischen Kontext professionell umzugehen und den Ansprüchen an eine gelingende Umsetzung von Inklusion gerecht zu werden?

    Wie kann Professionalisierung Impulse für die Schulentwicklung setzen und welche Chancen sind mit einer inklusionsorientierten Bildung verbunden?

    Professor Dr. Dieter Katzenbach

    Herr Katzenbach ist Diplom-Pädagoge und Sonderschullehrer und war in Einrichtungen der Behindertenhilfe und als Förderschullehrer tätig. Von 1994 bis 2000 war er Assistent an der Universität Hamburg und ist seit 2000 Professor am Institut für Sonderpädagogik der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Der dort ansässige Arbeitsbereich "Inklusive Bildung und Erziehung bei kognitiven Beeinträchtigungen" steht unter seiner Leitung.

    Zu den Schwerpunkten der Lehr- und Forschungstätigkeit Herrn Katzenbachs gehören die Inklusion in Bildung und Gemeinwesen, die Zusammenhänge zwischen emotionaler und kognitiver Entwicklung und ihrer Störungen sowie die Theorie und Praxis Psychoanalytischer Pädagogik, insbesondere bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Zu seinen aktuellen Forschungsprojekten zählen: Metavorhaben in der BMBF Förderrichtlinie Inklusive Bildung, Evaluation des Projekts "Kommune inklusiv" (Aktion Mensch) und E2PiMint: Fächerübergreifender inklusiver Unterricht in den Naturwissenschaften.

    Dr. Sina Schürer

    Frau Schürer hat neben dem Lehramtsstudium für die Primarstufe das Studium für Psychologie (Diplom) abgeschlossen. Sie hat mehrere Jahre als Grundschullehrerin in einer jahrgangsübergreifenden Schule und als stellvertretende Schulleiterin in einem Schulverbund gearbeitet, sodass sie über mehrjährige Schulpraxis verfügt. Seit 2015 lehrt und forscht sie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sie ist dort als Akademische Rätin im Institut für Erziehungswissenschaft tätig.

    Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Gestaltung (inklusions-) förderlicher Lernsettings sowie der Übergang von der Grund- in die weiterführende Schule unter verschiedensten Perspektiven.

    Professor Dr. Markus Spreer

  • 12:00 - 13:30 Uhr | Mittagessen
  • 13:30 - 15:00 Uhr | Workshops / 1. Durchgang
  • 15:00 - 15:30 Uhr | Kommunikationspause
  • 15:30 - 17:00 Uhr | Workshops / 2. Durchgang
  • ab 18:00 Uhr | Abendveranstaltung

Samstag, 11. März 2023

Miteinander Zukunft gestalten

  • ab 7:30 Uhr | Check In & Markt der Möglichkeiten und Ideen
  • 09:00 - 10:30 Uhr | Fachforum A | Kompetenzen für das 21. Jahrhundert oder Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen

    Kompetenzen für das 21. Jahrhundert oder Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen

    Internationale Bildungsforscher beschreiben die Kompetenzen für das Lernen im 21. Jahrhundert mit den vier Bereichen Wissen, Meta-Lernen, Charakter und Fertigkeiten. Diese vier Bereiche in ihrem Zusammenspiel zu betrachten, ist für die heutige Konzeption von Unterricht grundlegend. Die sogenannten 4K-Fertigkeiten Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration und Kommunikation bilden dabei die Voraussetzung für den Erwerb und die Anwendung von Wissen. Für den Unterricht leitet sich daher die Aufgabe ab, Lernsituationen zu schaffen, in denen alle Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen und Charakteren diese Kompetenzen erwerben können, einschließlich der Möglichkeit der inklusiven Beschulung in Form von digitaler Unterrichtsteilnahme.

    In diesem Forum stellen die Experten die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung sowie praktische Erfahrungen und Beispiele zu dieser Thematik vor und diskutieren die aus ihrer Perspektive grundlegenden Voraussetzungen für einen gelingenden Unterricht.

    Professorin Dr. Nadine Spörer

    Frau Spörer ist Professorin für Psychologische Grundschulpädagogik und Dekanin der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des selbstregulierten Lernens im Kontext der Förderung des Leseverstehens sowie der Gestaltung inklusiver Lernsettings. Sie betrachtet dabei insbesondere Zusammenhänge zwischen institutionellen Merkmalen und der sozialen Partizipation von Schülerinnen und Schülern. Frau Spörer verfügt über umfangreiche Lehrerfahrung in der universitären Ausbildung von angehenden Grundschullehrkräften und leitete mehrere Forschungsprojekte, finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und anderen nationalen Einrichtungen. Sie ist Mitinitiatorin und Mitglieds des Konzeptteams zur Gründung einer Universitätsschule Potsdam. Ihre aktuellen Forschungsgebiete sind Gestaltung inklusiver Lernsettings, Förderung sozialer Partizipation von Schülerinnen und Schülern und Pädagogische Architektur & Innovative Schulen.

    Wolfgang Endres

    Michael Beyer

    Herr Beyer unterrichtet als ausgebildeter Gymnasiallehrer und weitergebildeter Förderpädagoge seit 2015 am Förderzentrum Klinik- und Krankenhausschule Dresden am Universitätsklinikum "Carl Gustav Carus" in den Fächern Deutsch und Geschichte erkrankte Kinder und Jugendliche. Seit 2020 ist er an derselben als Fachleiter tätig und unterstützt seit jeher die Reintegration der Schülerinnen und Schüler in ihre Stammschule.

    Vor allem in seiner Fachleitertätigkeit ist er mit dem Einsatz von Unterrichtsavataren betraut. Im interdisziplinären Setting steht er dazu in engem Austausch mit dem psychoonkologischen Team. Darüber hinaus ist er Teil des Beratungsstellenteams seines Förderzentrums und ein Ansprechpartner für schulische Fragen zum Unterricht mit erkrankten Kindern und Jugendlichen.

  • 09:00 - 10:30 Uhr | Fachforum B | Bildung für die Zukunft entwickeln

    Bildung für die Zukunft entwickeln

    Versteht man Bildung als Voraussetzung für kulturelle und soziale Prozesse, dann ist sie eine der wichtigsten Grundlagen für unsere zukünftige gesellschaftliche Entwicklung. Somit stellt sich die Frage, wie wir das Lernen der Zukunft entwickeln können – wie können die Herausforderungen von Inklusion, Heterogenität und der beschleunigten Entwicklung der Digitalisierung in unseren Kitas und Schulen innovativ gestaltet werden?

    Hierzu ist ein grundlegender Perspektivwechsel notwendig, um ausgehend von den Talenten, Fähigkeiten und Ressourcen der Kinder und Jugendlichen ihnen ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

    Zu dieser Thematik werden unterschiedliche wissenschaftliche Ansätze und Erfahrungen aus der Praxis vorgestellt.

    Professorin Dr. Anke Langner

    Frau Langner ist Professorin für Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Inklusive Bildung an der Technischen Universität Dresden und wissenschaftliche Leiterin des Projekts Universitätsschule Dresden.

    Ihr Schwerpunkt liegt in einer gestaltenden Bildungsforschung, d.h. die Entwicklung von Schule in einem ko-konstruktiven Prozess von Schulpraxis und Wissenschaft. Zu den thematischen Schwerpunkten gehören inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung, digitalgestütztes Lernen und Schulorganisation sowie pädagogische Diagnostik.

    Micha Pallesche

    Herr Pallesche ist seit 2015 Schulleiter der preisgekrönten Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule in Karlsruhe. Unter seiner Führung wurde sie zu einer bundesweit bekannten und beispielgebenden Schule mit mehrfach ausgezeichnetem, medienbildnerischem Profil.

    Herr Pallesche forscht im Bereich Lehren und Lernen in einer Kultur der Digitalität, wobei für ihn das Kind im Mittelpunkt steht. Ziel ist es, dass das Kind sich zu einer selbstwirksamen, kreativen, verantwortungsvollen und fröhlichen Persönlichkeit entwickelt, die den gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft neugierig und mit einem demokratisch-partizipativen Gemeinschaftssinn entgegentritt. Seine Schwerpunktthemen sind die Transformations- sowie Lehr- und Lernprozesse in der Kultur der Digitalität, partizipative Schulentwicklung und agile Führung. Aktuell promoviert Herr Pallesche an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

    Zudem ist Herr Pallesche Mitglied einer Arbeitsgruppe und des Projektbeirats des Forum Bildung Digitalisierung e.V., leitet seit 2021 den Steuerkreis der größten europäischen Bildungsmesse Learntec und ist als berufener Experte im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bei der Entwicklung der Digital-Gipfel-Plattform „Digitale Zukunft: Lernen. Forschen. Wissen.“ tätig. In seiner weitreichenden Expertise werden Wissenschaft und Praxis bewusst verzahnt, seine zahlreichen Publikationen fokussieren das Lernen und Lehren in einer Kultur der Digitalität und prägen maßgeblich Schulentwicklungsprozesse im gesamten Bundesgebiet.

    N.N.

  • 09:00 - 10.30 Uhr | Fachforum C | Zukunft Bildung und die Kultur der Digitalität

    Zukunft Bildung und die Kultur der Digitalität

    Um Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrende, für eine zunehmend digital geprägte Zukunft fit zu machen, gilt es, auch das Bildungssystem entsprechend anzupassen. Im zeitgemäßen Unterricht werden neu entwickelte Lehrmaterialien und digitale Technologien eingesetzt. Dadurch bietet sich die Chance, die Heterogenität und Individualität der Schülerinnen und Schüler als Ressource für professionellen und adressatengerechten Unterricht zu nutzen.

    Wie können interaktive Medien und Technologien im Unterricht eingesetzt werden? Welche Veränderungen braucht es in der Lehrerbildung und im Unterricht? Wie kann das Ziel einer inklusiven und chancengerechten Bildung erreicht werden? Diesen Fragen stellen sich unsere drei Experten vor dem Hintergrund ihrer persönlichen fachlichen Perspektive.

    Dr. Sarah Henkelmann

    Frau Henkelmann ist Sprecherin des Netzwerk Digitale Bildung. Sie berät Ministerien, Schulen und Hochschulen zum Einsatz interaktiver Medien und Technologien. Als ehemalige Leiterin eines internationalen Masterstudiengangs verfügt sie über umfassende Erfahrungen im Unterrichts- und Lehrbereich. Ihre aktuellen Forschungsgebiete liegen im Bereich der Innovationen in der Bildung, Digitale Bildung, Bildungslandschaft national und international und Vernetzung.

    Professorin Dr. Raphaela Porsch

    Frau Porsch ist seit 2019 Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Allgemeine Didaktik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Sie hat eine Lehramtsausbildung (Primar- und Sekundarstufenlehramt) abgeschlossen, promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und habilitierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zu ihren aktuellen Forschungsthemen gehören der Quer- und Seiteneinstieg in den Lehrerberuf, Schulabsentismus und Dropout von Schülerinnen und Schülern sowie Digitalisierung in der Lehrerbildung und an Schulen. Darüber hinaus forscht Frau Porsch zu Themen der Schul- und Unterrichtsforschung, Allgemeinen Didaktik, Lehrerbildung und Professions- sowie Fremdsprachenforschung.

    Anne Dederer

    Frau Dederer begleitet seit mehr als zehn Jahren Schulen und Schulträger in der Digitalisierung. Sie bringt Vertreterinnen und Vertreter von Pädagogik, EDV und Verwaltung an einen Tisch, entwickelt mit ihnen pädagogische, technische und organisatorische Zielbilder sowie die zugehörigen Prozesse. Gemeinsam mit ihrem Team aus Medienpädagoginnen und Medienpädagogen und Technik-Expertinnen und Experten kümmert sie sich um die stringente Umsetzung. Von der ersten Beratung über die Planung bis hin zur Lehrkräfte-Fortbildung und der finalen Evaluation unterstützt sie Schulen und Schulträger dabei ihren Weg in die Digitalität zu finden und digitale Geräte zum Vorteil von Lehrenden und Lernenden sinnvoll einzusetzen.

  • 09:00 - 10:30 Uhr | Fachforum D | Zukunft meistern

    Zukunft meistern

    Welche Möglichkeiten der Unterstützung im Hinblick auf die Berufsorientierung bieten beispielsweise die Agenturen für Arbeit? Und welche besonderen Herausforderungen ergeben sich dabei für inklusiv beschulte Schüler? In welcher Form können sich die Agenturen und andere Akteure zum Thema in den Kooperationsverbünden beteiligen? Welche Aspekte spielen bei Ausbildung und Einstellung aus Sicht des Unternehmens eine Rolle und inwiefern werden auch sie wiederum durch die Agenturen für Arbeit unterstützt?

    Neben den Eltern und dem Jugendlichen selbst sind allgemeinbildende und berufsbildende Schulen, verschiedene Lern- und Ausbildungsorte sowie die Berufsberater der Agentur für Arbeit, die Jugendberufshilfe sowie das Jobcenter beteiligt, teilweise zusammengefasst unter dem Dach der Jugendberufsagentur. Dabei bringt jeder Partner seine eigene Perspektive zu möglichen Unterstützungsleistungen und Ausbildungsmöglichkeiten ein.

    Die drei Fachexpertinnen und Fachexperten dieses Forums berichten vielseitig aus ihrem jeweiligen Arbeitsbereich und stellen Möglichkeiten der Berufsorientierung sowie insbesondere der Förderung inklusive beschulter Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in den Berufsalltag vor. Von einem Unternehmen erhalten wir einen Einblick in seine Erfahrungen und good practice Beispiele.

    Simone Kessler

    Frau Kessler ist diplomierte Ingenieurökonomin. Seit 1990 ist sie bei der Bundesagentur für Arbeit in verschiedenen Führungspositionen beschäftigt und seit 2012 Teamleiterin Berufliche Rehabilitation und Teilhabe für die Region des Agenturbezirkes Bautzen (Landkreise Bautzen und Görlitz). Zu den Arbeitsgebieten von Frau Kessler gehören die Berufliche Rehabilitation und Teilhabe (Erst- und Wiedereingliederung).

    Dr. Ruth Kretzer-Braun und Dr. Johannes Kretzer

    Frau Kretzer-Braun ist Diplompädagogin und promovierte an der Pädagogischen Hochschule in Potsdam. Sie übte Lehrtätigkeiten an der Asmara Universität in Äthiopien aus und war Dozentin für verschiedene Fächer, unter anderem für Pädagogik und Heilpädagogik. Mit ihrem Mann Herr Kretzer, der viele Jahre als freiberuflicher Dozent und beratender Betriebswirt tätig war, Gründungsmitglied des Regenbogenhaus e.V. in Freiberg. Im Jahre 2001 eröffneten beide das barrierefreie Hotel Regenbogenhaus und gründeten eine gGmbH. Herr Kretzer ist noch immer ehrenamtlicher Geschäftsführer des Hauses.

    Kirsten Vollmer, M.A.

    Frau Vollmer arbeitete im Anschluss an ihr Studium der Politischen Wissenschaften, Germanistik und Philosophie an der Universität Bonn (Magister-Abschluss) als Referentin im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, unter anderem auch als Chefin vom Dienst. Seit 1999 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundesinstitut für Berufsbildung tätig und dabei für den Bereich der beruflichen Bildung behinderter Menschen sowie Teilhabe und Inklusion verantwortlich. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören dabei der Nachteilsausgleich in der Berufsausbildung, Fachpraktikerausbildungen, Qualifizierung des Berufsbildungspersonals in der Beruflichen Bildung behinderter Menschen sowie die Bereiche Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit.

  • 10:30 - 11:30 Uhr | Kommunikationspause
  • 11:30 - 13:00 Uhr | Kurzreferate und Impulsdialog: Christian Piwarz und Professor Dr. Kai Maaz

    Christian Piwarz

    Sächsischer Staatsminister für Kultus

    Professor Dr. Kai Maaz

    Herr Maaz ist Geschäftsführender Direktor des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, wo er darüber hinaus die Abteilung „Struktur und Steuerung des Bildungswesens“ leitet. Zugleich ist er Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Bildungssysteme und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

    Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die soziale Ungleichheit beim Bildungserwerb, die Entwicklung von Bildungsbiografien und Übergangsentscheidungen, die Evaluation von Schulstrukturen, Bildungsprogrammen und Schulen sowie das Bildungsmonitoring.

  • anschließend: Kongressabschluss
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